Deutschstunde im Schneegestöber auf dem Brocken – die Rockoper „Faust“

Eine kleine Tradition ist inzwischen der Besuch der Rockoper „Faust“ auf dem Brocken geworden.

Diesmal fuhren am Freitag, den 8.11. unsere zwei 10. Klassen in das höchstgelegendste Bühnenhaus des Landes, um sich die Handlung durch die Rockoper verdeutlichen zu lassen.

Es ging wieder 6.30 Uhr mit dem Bus los. Nach 4 Stunden bestiegen wir den „Mephistoexpress“, der uns auf den Brocken brachte. Die Fahrt mit der Schmalspurbahn war wieder wunderbar und auch  die Veranstaltung selbst war wieder ein Erlebnis. Die Schauspieler spielten mit großer Spielfreude. Eine Schülerin wurde sogar von Herrn Goethe höchstselbst um ein Treffen gebeten. Nach der Veranstaltung schneite es sogar, was zusätzlich für Freude und Schneebälle sorgte. Gegen 21.15 Uhr waren alle wieder in Waldheim.

Hoffentlich kann die Tradition fortgesetzt werden, da vom Veranstalter her Neuerungen anstehen.

Thomas Sattler
Deutschlehrer

Informationen und Grusel… ein Bibliotheksbesuch unserer 6. Klassen

Am Mittwoch, den 30.10., besuchten zwei 6. Klassen nacheinander die Stadtbibliothek in Waldheim. Der Leiter der Bibliothek, Herr Dietzel, hatte für die Kinder eine Rallye in den Räumen vorbereitet, damit sie die spielerisch lernten, wie man Bücher findet und ordnet. Die Gruppen dafür waren schnell gebildet. Die gut 60 Minuten gingen zügig vorbei, weil sich die Schüler große Mühe gaben. Nebenbei frischten sie ihre ABC-Kenntnisse auf und erfuhren, welche vielfältigen Möglichkeiten die Stadtbibliothek bietet.

Bibliotheksrallye
Bibliotheksrallye

Die letzte halbe Stunde wurde gegruselt. Leider fand das nicht im (Grusel)-Keller statt, da dort gebaut wurde. Ein interaktiver Vampir-Kinderroman sorgte für angenehme Horrorstimmung am Vorabend von Halloween. Dafür hatten sich einige Kinder sogar extra geschminkt…

T. Sattler

Scotland, here we come!

29. September

Gemeinsam mit Schülern der Oberschulen Hainichen und Roßwein durften Schülerinnen und Schüler unserer 10. Klassen für eine Woche nach Stirling im Herzen Schottlands reisen. Am Sonntagmorgen starteten wir um 5 Uhr in Hainichen und erreichten am Nachmittag den Amsterdamer Hafen, von dem aus wir zu einer Mini-Kreuzfahrt nach Newcastle in England ablegten. Ausläufer eines Sturmtiefs sorgten für höheren Wellengang, so dass einige von uns mit Seekrankheit zu kämpfen hatten.

30. September

Morgens in Newcastle angekommen, war aber alles vergessen und mit dem Bus ging es zunächst weiter zur Hadrian’s Wall, wo wir die Überreste der alten römischen Grenzanlage bestaunen konnten. Kurz danach erreichten wir die englisch-schottische Grenze und wurden von einem „echten“ Schotten mit Tartan-Kilt und Dudelsack begrüßt. Unsere erste Besichtigung in Schottland führte uns nach Jedburgh, einem typisch schottischen Städtchen mit alten Steinhäusern, Schloss und Kirche. Schließlich besichtigten wir noch das Wallace Monument, das zu Ehren von William Wallace erbaut wurde, der im 13. Jahrhundert alle schottischen Clans geeint und mit ihnen eine Schlacht gegen den „Erzfeind“ England gewonnen hatte. Von dort aus hatten wir einen wundervollen Blick auf die Stadt Stirling, die wir schließlich erschöpft, aber gespannt auf unsere Gastfamilien, erreichten. Dort wurden wir von unseren Gasteltern abgeholt und bezogen unser Quartier für die nächsten Tage.

1. Oktober

Am „Morgen danach“ gab es viel zu erzählen. Sind die Gastfamilien nett? Wie war das Essen? Konntet ihr euch gut verständigen? Unterwegs zur Glenturret Whiskey-Destillerie in Crieff konnten all diese Fragen beantwortet werden. Die Führung in der Destillerie (auf Englisch natürlich) war sehr anschaulich und daher für alle gut zu verstehen. Im Anschluss führte uns die Reise zu Loch Lomond und Loch Katrine, zwei malerischen schottischen Seen, die wir bei bestem Wetter mit einer kleinen Wanderung erkundeten.

2. Oktober

Auch am nächsten Tag war vom typisch schottischen Regenwetter keine Spur, so dass wir unsere Stadtführung in Edinburgh mit Glenn bei strahlendem Sonnenschein genießen konnten. Anschließend besichtigte ein Teil unserer Gruppe das Schloss in Edinburgh, während der andere Teil das Dynamic Earth besuchte, ein multimediales Museum zur Erdgeschichte. Zuletzt erkundeten wir die Royal Mile, die zentrale Einkaufsstraße in Edinburgh, auf der wir auch die Herstellung von süßem Fudge und Tartan-Stoff beobachten konnten.

3. Oktober

Mit moderner Architektur präsentierte sich heute Glasgow mit Backstein- und Glasgebäuden. Während der fußballbegeisterte Teil unserer Gruppe alles über das Stadion von Celtic Glasgow erfahren konnte, verbrachte der andere Teil den Vormittag im Riverside Museum, das eine sehenswerte Ausstellung zur Verkehrsgeschichte beherbergt. Zurück in Stirling, besichtigten wir das Schloss auf dem Castle Hill und erkundeten den Rest der Stadt auf eigene Faust.

4. Oktober

Am Morgen verabschiedeten wir uns bereits wieder von unseren Gastfamilien und traten unsere lange Heimreise an. Unterwegs machten wir Halt an der Ruine von Tantallon Castle und konnten bei stürmischem Wind einen Blick auf den Bass Rock erhaschen, der von hunderten Vögeln bevölkert wird. Am Nachmittag erreichten wir den Hafen von Newcastle und konnten an Bord der Fähre einen wunderschönen Sonnenunter- und Sonnenaufgang beobachten.

5. Oktober

Mit dem Bus fuhren wir von Amsterdam zurück nach Hainichen, das wir kurz nach 21 Uhr erschöpft, aber mit beindruckenden Bildern und tollen Erlebnissen erreichten. Es war eine tolle Zeit und wir sind froh, dass wir diese Reise unternehmen konnten.

Peggy Hempel

Schatzgräber in Aktion – das Archäologieprojekt der 5. Klassen

Gespannt betraten die Fünftklässler das verändert eingeräumte Klassenzimmer. Sie bemerkten 3 große Bottiche mit Sand, einen zentral gestellten Tisch mit diversen Gegenständen, wie z.B. bearbeiteten Steinen, Handspindeln und sogar einem Schwert, sowie 3 Tische, auf denen neben Schreibmappen noch mehrere Pinsel, Lineale, kleine Kärtchen, mit Stricken verbundene Nägel u.a. lagen.

Freundlich begrüßte sie alle Frau Spruck, die museumspädagogische Leiterin des Waldheimer Stadt- und Museumshauses. Locker und interessant erzählte sie den Kindern von den Quellen unseres heutigen Geschichtswissens und der Arbeit der Archäologen. Dabei reichte sie Fotos und „Geschichte zum Anfassen“ durch die Reihen, um alles noch anschaulicher zu demonstrieren. Durch gezielte Fragen konnten die Mädchen und Jungen ihr bereits vorhandenes Wissen unter Beweis stellen.

Danach verwandelte Frau Spruck die Fünftklässler in 3 Archäologen-Teams, die wie die Profis an die „Ausgrabungsstätten“, nämlich die bereits erwähnten Bottiche, gingen. Dort überwachten die jeweils bestimmten Grabungsleiter die Arbeit der Grabungstechniker, ließen Grabungsflächen abstecken, ausgraben, skizzierten die Fundstellen, ließen die Funde vorsichtig säubern, nummerieren, bestimmen und katalogisieren. Am Ende stellten die Teams ihre Funde vor und vermuteten, wozu ihre Stücke früher gedient haben könnten: bearbeitete Steine als Werkzeuge frühester Menschheitsgeschichte, Tonscherben als Teile von Gefäßen, handgeschmiedete Nägel zum Bauen mit Holz usw.

Im Nu waren die 90 Minuten des Mitmach-Geschichtsunterrichts vorüber. Ein großes Dankeschön im Namen der Klassen 5a und 5b sowie der beiden Geschichtslehrerinnen, Frau Lowag und Frau Heinrich, geht an Frau Spruck, ihr Team vom Waldheimer Stadt- und Museumshaus sowie an die Maher-Presley-Stiftung, die dieses Projekt wieder für unsere Schule finanzierte.

Heike Heinrich

Der Tag der Politik in Berlin – wieder ein Erlebnis für die 10. Klassen

Bleibende Eindrücke vom politischen Leben in Berlin bekommen- das war das wiederholte Ziel der Exkursion nach Berlin im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichtes. Unsere 10. Klassen hatten dieses Mal das Glück, neben dem Bundesrat und dem Bundestag auch das Kanzleramt besichtigen zu können, in das man selten Eintritt erhält.

Obwohl wir schon 5.30 Uhr losfuhren, kamen wir leider zum Rollenspiel im Bundesrat verspätet an. Das war das erste Mal in 15 Jahren. Trotzdem konnten wir noch das Haus besichtigen. Nach ausreichend Freizeit war als nächstes der Bundestag mit unterschiedlichen Führungen für unsere Schüler an der Reihe. Für einige war der Blick von der Kuppel besonders einprägsam, für andere die jeweilige Führung.

Danach war wieder Zeit sich zu stärken und sich auf das Highlight des Tages, das Kanzleramt, vorzubereiten. Auch hier gab es unterschiedliche bleibende Eindrücke. Weil man am Eingang wie am Flughafen sehr genau kontrolliert wurde, war diese Erfahrung für einige neu. Andere Schüler werden sich an das Kabinettszimmer oder an die blaue Wand erinnern, wo offizielle Pressekonferenzen stattfinden.

Gegen 23 Uhr erreichten wir müde, aber auch mit vielen neuen Eindrücken versehen Waldheim.

Auch nächstes Jahr wird diese Tradition unserer Schule fortgeführt werden. Die Vorbereitungen dafür laufen schon.

Thomas Sattler
GK-Lehrer