Marionettentheater Bille

Seit vielen Jahren ist der Besuch des Marionettentheaters Bille zu einer schönen Tradition an unserer Oberschule geworden. So gelang es Andreas Bille auch am 23.01.2026, die Fünft- und Sechstklässler in seinen Bann zu ziehen. Während die Schüler aller fünften Klassen das Märchen „Vom Teufel mit den drei goldenen Haaren“ sahen, durften die sechsten Klassen das Puppenspiel „Doktor Johannes Faust“ verfolgen. Im Anschluss daran erklärte Andreas Bille den Jungen und Mädchen, wie die Marionetten gehandhabt werden, was auf großes Interesse stieß. Geduldig beantwortete er viele Fragen. Als Mahnung gab er allen mit auf den Weg: „Die Versuchung, der man widerstehen sollte, lauert überall. Das muss nicht immer der Teufel in Person sein.“ Als Beispiel führte er unter anderem übertriebene Handynutzung an.

Nun freuen wir uns schon auf den Besuch des Marionettentheaters im nächsten Schuljahr.

Gabriela Kotzur

On Tour mit Konrad, dem Kunstbus

Im Rahmen des Kunstunterrichts unternahmen die 8. Klassen einen besonderen Ausflug nach Chemnitz. Mit dem Kunstbus „Konrad“ ging es in die Kunstsammlungen Chemnitz, wo sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Expressionismus auseinandersetzen konnten.

Im Mittelpunkt stand eine Führung durch die Ausstellung mit Werken des expressionistischen Künstlers Karl Schmidt-Rottluff, einem der bedeutendsten Vertreter der „Brücke“-Künstler. Anhand ausgewählter Gemälde erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über typische Merkmale des Expressionismus wie leuchtende Farben, starke Kontraste, vereinfachte Formen und den bewussten Ausdruck von Emotionen. Die Nähe Chemnitz’ zu Schmidt-Rottluffs Wirkungsstätten machte den Museumsbesuch dabei auch regional besonders anschaulich.

Ein Highlight des Tages war der anschließende praktische Teil: Mit originalen Kreiden, wie sie auch vom Künstler verwendet wurden, durften die Schülerinnen und Schüler selbst kreativ werden. Durch eigenes Experimentieren mit Farbe, Linie und Ausdruck näherten sie sich der Malweise Schmidt-Rottluffs auf praktische Weise an und konnten nachempfinden, wie stark Material und Technik die Wirkung eines Kunstwerks beeinflussen.

Der Ausflug verband Kunstgeschichte, praktisches Arbeiten und kulturelle Bildung auf gelungene Weise. Für viele war es eine spannende Erfahrung, Kunst nicht nur im Klassenzimmer, sondern direkt im Museum – ganz im Sinne der lebendigen Museumspädagogik – zu erleben.

Weihnachtskonzert der Oberschule im Rathaussaal

Ein Abend voller Musik und vorweihnachtlicher Freude

Am 5. Dezember 2025 fand  das traditionelle Weihnachtskonzert der Oberschule Waldheim  in Zusammenarbeit mit dem Volkschor Waldheim statt.

Die Veranstaltung, die zugleich die feierliche Eröffnung des Weihnachtsmarktes der Stadt Waldheim begleitete, begeisterte wieder einmal das Publikum und hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Adventszeit entwickelt.

Die Schüler des Wahlfachs Musik der Klasse 10, die Schulband, Ngoc Dao, Oskar Fischer sowie die Rezitatoren Jonas Eick und Joanna Ulrich boten ein abwechslungsreiches Programm und bewiesen eindrucksvoll ihr Können. Wochenlange Proben unter der Leitung von Frau Lowag, Frau Heinrich und Nino Richter hatten sich mehr als gelohnt, um diesen festlichen Abend zu gestalten.

Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden und Organisatoren, die diesen Abend zu einem stimmungsvollen Ereignis werden ließen.

Wir wünschen  eine besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten!

Gabriela Kotzur

13. Weihnachtsmarkt der Oberschule Waldheim

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder zahlreiche Besucher zu unserem Weihnachtsmarkt begrüßen, der bereits zu einer schönen Tradition in der Vorweihnachtszeit geworden ist.

Dank der vielen zahlreichen Helfer und engagierten Eltern konnte der Samstagnachmittag am 29.11.2025 für Groß und Klein vieles bieten. Großer Andrang herrschte in der Bastelstraße, wo unter fachkundiger Anleitung kleine Kunstwerke entstanden.

Im Speiseraum stand ein großes Sortiment an selbst gebackenem Kuchen mit Kaffee oder Tee zur Auswahl. Im Außenbereich gab es die deftigeren Speisen wie Roster und heiße Getränke. Hier konnte man sein Glück u.a. bei der Tombola testen.

Viele selbst gefertigte Artikel und Plätzchen wechselten den Besitzer.

Für die kulturelle Umrahmung sorgten die Schüler der Klasse 10, die Schulband, unsere Tanzgruppe, Joana Ullrich, Jonas Eick, Oskar Fischer, Beatrice Reschke, Frau Heinrich und Frau Lowag, die auch in diesem Jahr wieder das Kulturprogramm leitete.

Höhepunkt war das Erscheinen des Weihnachtsmanns im festlich geschmückten Feuerwehrauto, der viele Kinderaugen zum Leuchten brachte.

Noch einmal ein großes Dankeschön an alle Helfer, das Organisationsteam der Oberschule und den Förderverein der Oberschule, der die Veranstaltung finanziell unterstützte.

Gabriela Kotzur

Noch mehr Theater in der Schule-„Faust“ einmal anders

Am 29.10. gastierte das „Knirps Theater“ aus Bad Ems im Rahmen einer Tournee bei uns an der Oberschule, um den Schülern der beiden 10. Klassen den Goethes „Faust“ näherzubringen. Die Schauspielerin Astrid Sacher füllte mehrere Rollen des Stückes aus, so den Mephisto- ihre Lieblingsrolle-, natürlich Faust, Gretchen und sogar einige Nebenfiguren. Nach ca. 80 Minuten hatten die Schüler einen lebendigen Einblick in die Handlung. Einige Schüler waren besonders beeindruckt von der variablen Sprachgestaltung der Akteurin.

Nach der Vorstellung stellten die Schüler noch ein paar Fragen.

Danke an den Förderverein der Oberschule für die Übernahme eines Großteils der Kosten.

Thomas Sattler

Auf den Spuren Georg Kolbes

Fünftklässler erkunden Leben und Wirken des in Waldheim geborenen Bildhauers Georg Kolbe

Am Dienstag, den 24.06.2025 erlebten die Schüler der Klassen 5a und 5b einen interessanten Projekttag. In kleinen Gruppen durchliefen die Kinder verschiedene Stationen. An der Kunsttreppe erhielten sie erste Einblicke in das Leben und Wirken Georg Kolbes und waren selbst künstlerisch tätig. Außerdem besuchten sie die Ausstellung, in der sie die Werke des Bildhauers aus nächster Nähe betrachteten und sich intensiv damit auseinandersetzten.

Den Abschluss des Projekttages bildete eine gemeinsame Diskussionsrunde, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Beobachtungen und Erkenntnisse zusammengetragen und ausgewertet haben.

Vielen Dank an die Mitarbeiter des Museumshauses, insbesondere Patricia Hölzel und Michael Fuhse, die uns diese Einblicke ermöglicht haben.

Gabriela Kotzur

Marionettentheater Bille zu Gast an unserer Oberschule

Seit 1992 ist der Besuch des Marionettentheaters Bille zu einer schönen Tradition an unserer Oberschule geworden. Auch am 24.01.2025 gelang es Andreas Bille wieder einmal, die Fünft- und Sechstklässler in seinen Bann zu ziehen. Während die Schüler aller fünften Klassen das Märchen „Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen“ sahen, durften die sechsten Klassen das Puppenspiel „Doktor Johannes Faust“ verfolgen.

Den Schülerinnen und Schülern gefiel vor allem, dass das Puppenspiel sehr humorvoll gestaltet wurde. Im Unterricht haben sie selbst Puppen gebastelt und sich im darstellenden Spiel versucht bzw. werden dies noch tun.

Am Ende der Veranstaltung trat Herr Bille noch einmal vor den Vorhang und führte die Handhabung einer Marionette vor. Geduldig beantwortete er die zahlreichen Fragen.

Einig waren sich aber alle: Marionettentheater ist toll! Nun freuen wir uns auf den Auftritt von Herrn Bille im nächsten Schuljahr.

Gabriela Kotzur

Gegen das Vergessen – Geschichtsprojekt zum Faust-Denkmal im Waldheimer Mortel

Seit April 2024 arbeiteten 11 Schülerinnen und Schüler aus den jetzigen Klassen 9b, 10a und 10b an einem Projekt der Sächsischen Jugendstiftung „Spurensuche“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales mit. Initiator unserer Beteiligung war Heinz Thieme, ein aktives Mitglied des Waldheimer Heimat- und Verschönerungsvereins.

Motivation zur Mitarbeit der Jugendlichen stellte vor allem die eigene Unkenntnis der Geschichte des Denkmals dar. Gesehen hatten es fast alle schon einmal, doch sowohl warum es wann und gerade an dieser Stelle errichtet wurde als auch woran es erinnern soll, war keinem bekannt.

So bestand die Forschungsarbeit vor allem in der Recherche zahlreicher Dokumente und Zeitzeugenberichte, die uns größtenteils der Historiker W. Heidrich aus Bad Lausick zur Verfügung stellte. 

Letztendlich entstand der Entwurf für eine Gedenktafel, die neben dem Denkmal aufgestellt werden soll und die Strecke des Todesmarsches vom April 1945, eine Zusammenfassung der Geschichte von damals und den Anlass der Errichtung des Denkmals beinhaltet. Außerdem wurden und werden QR-Codes hinterlegt, mit deren Hilfe Einzelschicksale oder speziellere Informationen nachgelesen werden können.

Am 22.11.2024 fand im Sächsischen Landtag die Abschlussveranstaltung statt. Es war gleichzeitig für die Verantwortlichen der Sächsischen Jugendstiftung das 20jährige Jubiläum des Projektes „Spurensuche“. Dementsprechend großartig erfolgte die Organisation des Events: Zwanzig Projekte präsentierten einer Jury sowie den zahlreichen interessierten Besuchern ihre Ergebnisse – teilweise Spiel- und Dokumentarfilme, Stadtrundgänge mit QR-Codes, Broschüren, Kochbücher u.v.m.

„Auch wenn wir keinen der 3 Jury-Preise und auch nicht den Publikumspreis absahnen konnten, waren wir trotzdem stolz auf unsere Arbeit“, fasste Jamain unser Auftreten treffend zusammen. Denn auch wir Projektbetreuer und unser Schulleiter staunten nicht schlecht, wie unsere Kids die Ergebnisse präsentierten und allen Besuchern einen tollen Einblick über die Geschichte des Waldheimer Faust-Denkmals gaben. Emotional berichteten sie von den grausamen Ereignissen, die sich in unserer Heimat abspielten und brachten die feste Überzeugung herüber, dass so etwas nie wieder geschehen darf – „Gegen das Vergessen“!

Bleibt mir nur noch die Hoffnung, dass die 11 Mädchen und Jungen ihre gewonnenen Erkenntnisse auch weiter vermitteln und dass sie an der Vollendung des Projektes dranbleiben: Im nächsten Jahr jähren sich die Todesmärsche zum 80. und die Einweihung des Denkmals zum 50. Male – da soll die Gedenktafel aufgestellt werden.

Heike Heinrich