Im Rahmen des Kunstunterrichts unternahmen die 8. Klassen einen besonderen Ausflug nach Chemnitz. Mit dem Kunstbus „Konrad“ ging es in die Kunstsammlungen Chemnitz, wo sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Expressionismus auseinandersetzen konnten.

Im Mittelpunkt stand eine Führung durch die Ausstellung mit Werken des expressionistischen Künstlers Karl Schmidt-Rottluff, einem der bedeutendsten Vertreter der „Brücke“-Künstler. Anhand ausgewählter Gemälde erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über typische Merkmale des Expressionismus wie leuchtende Farben, starke Kontraste, vereinfachte Formen und den bewussten Ausdruck von Emotionen. Die Nähe Chemnitz’ zu Schmidt-Rottluffs Wirkungsstätten machte den Museumsbesuch dabei auch regional besonders anschaulich.
Ein Highlight des Tages war der anschließende praktische Teil: Mit originalen Kreiden, wie sie auch vom Künstler verwendet wurden, durften die Schülerinnen und Schüler selbst kreativ werden. Durch eigenes Experimentieren mit Farbe, Linie und Ausdruck näherten sie sich der Malweise Schmidt-Rottluffs auf praktische Weise an und konnten nachempfinden, wie stark Material und Technik die Wirkung eines Kunstwerks beeinflussen.
Der Ausflug verband Kunstgeschichte, praktisches Arbeiten und kulturelle Bildung auf gelungene Weise. Für viele war es eine spannende Erfahrung, Kunst nicht nur im Klassenzimmer, sondern direkt im Museum – ganz im Sinne der lebendigen Museumspädagogik – zu erleben.
